Mobilität mit Verantwortung – Seit 1926
Wir feiern 100 Jahre BBS Brandner!
BBS Brandner Bus Schwaben, ein unabhängiges und familiengeführtes Unternehmen mit Niederlassungen in Thannhausen, Krumbach, Günzburg, Babenhausen, Legau, Ottobeuren und Weißenhorn, ist mit mehreren hundert Fahrzeugen und vielen engagierten Mitarbeitern der führende Mobilitätsdienstleister in der Region. Der Großvater des heutigen Geschäftsführers Josef Brandner begann 1926 mit dem Linienverkehr und ein paar Jahre später wurden die ersten Gruppenreisen veranstaltet. Heute ist die Unternehmensgruppe BBS Brandner Bus Schwaben in den Geschäftsfeldern der Mobilität und der Touristik tätig. Der Tradition und dem Erfolg verpflichtet stellen sich die Mitarbeiter und Inhaber jeden Tag von neuem den Herausforderungen, um durch ständig verbesserte Produkte und Leistungen ein Höchstmaß an Nutzen für unsere Kunden anzubieten.
Rückblick auf die Geschichte
Als unser Unternehmen 1926 von meinem Urgroßvater gegründet wurde, war die Welt eine andere. Mobilität bedeutete damals vor allem eines: Menschen sicher und zuverlässig von A nach B zu bringen. Über die Jahrzehnte hinweg haben wir uns dieser Aufgabe mit Leidenschaft und Verantwortung gestellt – ob im Schülerverkehr, der Beförderung von Menschen mit Behinderungen, im Linienbetrieb oder im flexiblen Bedarfsverkehr oder im europaweiten Reiseverkehr.
Wir sind stolz darauf, dass wir in dieser Zeit nicht nur ein Unternehmen aufgebaut haben, sondern eine Institution, die für viele Menschen in der Region ein Stück Alltag bedeutet.
Die Wurzeln –
So kam alles ins Rollen
Mitte des 19. Jahrhunderts ist Mittelschwaben von der Landwirtschaft geprägt. Josef Brandner (Jahrgang 1840) übernimmt von seinem Vater die Landwirtschaft und die Nagelschmiede in Thannhausen. Der Eisenbahn-Bau bringt den Fortschritt auch in den ländlichen Raum. Josef Brandner geht mit der Zeit und gründet 1871 die erste Kohlenhandlung im Bezirk Krumbach. Noch im gleichen Jahr verkehren seine ersten Botenfuhrwerke bis nach Augsburg. Das Geschäft floriert. Kurze Zeit später kauft er Pferdekutschen und beginnt 1873 mit der Personenförderung und regelmäßigen Botenfahrten nach Jettingen. Der Grundstein für den heutigen Betrieb ist damit gelegt.
Das Geschäft floriert. Josef Brandner kauft weitere schicke, motorisierte Wagen. Der Grundstein für das moderne Transportunternehmen ist gelegt.

Josef Brandner beweist Pioniergeist und setzt früh auf die neue Technik. 1926 kauft er für den Liniendienst von Thannhausen nach Kirchheim einen neuen MAGIRUS Bus mit 16 Sitzplätzen. Für die Bevölkerung werden größere Distanzen überwindbar. Die ersten „Pendler“ sind zu den Städten unterwegs.
Tankstellen sind noch rar. Die erste Tankstelle in Thannhausen befindet sich in der Edmund-Zimmermann-Straße (ESSO). Die Brandner eigene Firmentankstelle entsteht 1926 auf dem Firmengelände.

„Lustfahrten für Gesellschaften“: 1929 erhält Brandner die Konzession für den Mietwagenverkehr und Ausflugsfahrten durch den Bezirk Schwaben.
Gründer und Geschäftsführer
Stich vom Firmengründer Josef Brandner
(1840–1899)
Der eigentliche Firmengründer übernimmt 1866 von seinen Eltern die Landwirtschaft und die Nagelschmiede in Thannhausen in der heutigen Bahnhofstraße 62. 1871 gründet er eine Kohlenhandlung. Ab 1873 folgen die ersten Botenfuhrwerke. Josef Brandner ist verheiratet mit Gattin Franziska Brandner (1851–1891)
(von links nach rechts: Elisabeth Brandner, Josef Brandner (1936), Josef Brandner (1871) und Karl Brandner (1935)
Josef Brandner (Jahrgang 1871–1956/Generation 2) erlebt den lokalen Eisenbahnbau hautnah in Thannhausen und Krumbach. Er ist an der Weiterentwicklung zum Transportunternehmen maßgeblich beteiligt.
Dessen Sohn Josef Brandner (Jahrgang 1936) – der heutige Seniorchef – ist überaus engagiert und geschäftstüchtig. In seinem über 50jährigen Berufsleben übernimmt er den Linien- und Mietwagenverkehr, den Nah- & Fernverkehr und den Viehtransport und gründet weitere Geschäftsbereiche, die Tankstelle mit Autowerkstatt und den Autohandel bis zum Reisebüro und Busreiseveranstalter. Mitte der 1970er-Jahre erfolgt eine Konsolidierung und Fokussierung auf die Personenbeförderung.
Familie Josef Brandner 1948 anlässlich der goldenen Hochzeit. Hinter seiner Frau steht der Sohn Josef Brandner Jahrgang 1901, links neben seiner Mutter Josef Brandner (1936) der heutige Seniorchef des Hauses.

Dessen Sohn Josef Brandner (Jahrgang 1962) tritt 1985 in die Firma ein und leitet seit 2001 das Unternehmen. Er entwickelt und schärft die Unternehmensphilosophie und führt das Unternehmen mit zahlreichen Innovationen und Markterweiterungen zum heutigen Stand.
Neustrukturierung in der Geschäftsführung
Im Zuge der Weiterentwicklung der Unternehmensbereiche wird die Geschäftsführung neu aufgestellt: Frau Duile übernimmt den Bereich Kleinbus, während Herr Beck die Bereiche Großbus und Flexibus verantwortet.
Die Kriegsjahre
Die schwere Zeit
Die hohe Arbeitslosigkeit und die Unzufriedenheit vieler Menschen lassen die Nationalsozialisten emporkommen. 1939 erfolgt die Mobilmachung: Männer werden zum Kriegsdienst eingezogen und müssen in den Krieg ziehen. Auch bei der Firma Brandner werden die meisten Fahrer und auch Fahrzeuge zum Kriegsdienst eingezogen. In den Kriegsjahren ändern sich das Leben und die Bedürfnisse. Im Jahr 1940 sind die Linienbusse nicht mehr ausgelastet und werden daher nach Hindelang und Heidenheim vermietet. Nach sieben Kriegsjahren liegt Deutschland 1945 in Schutt und Asche: Stunde Null.
Kriegsjahre in Krumbach und Thannhausen: Nach der Mobilmachung werden Soldaten einberufen. Es heißt Abschied zu nehmen. Viele werden nicht mehr in die Heimat zurückkehren.
Der Krieg zeigt seine Auswirkung. Treibstoff ist knapp. Ab 1940 darf Josef Brandner keine Ausflugsfahrten mehr machen. Der Linienverkehr nach Augsburg wird aufrechterhalten.
Not macht erfinderisch. Da Kraftstoff Mangelware ist, werden Vergaser für Holz und Schwerkoks eingesetzt.
Augsburg wird durch die Ansiedlung wichtiger Industriebetriebe mehrfach bombardiert. Die Innenstadt ist von Fachwerkhäusern geprägt, die dem Feuer reichlich Nährboden geben. Freiwillige aus Krumbach eilen mehrfach mit dem Omnibus zum Löschen nach Augsburg.
Am 8. Mai 1945 kommt der gesamte Linien- und Güternahverkehr zum Erliegen. Mit einem Viehtransporter dürfen entlassene Soldaten von den Gefangenenlagern in die Heimatorte gefahren werden. Der Krieg ist beendet. Deutschland liegt in Schutt und Asche. Produktionsanlagen sind demontiert. Es ist Stunde Null. Der Aufbau kann nochmals von vorn beginnen.
Amerikaner besetzen Krumbach
US-Soldat Wayne Bichel mit Trudi (sieben Jahre) und deren Mutter Martha Hilber (im Hintergrund). Das Bild wurde im Frühjahr 1945 nach dem Einmarsch der US-Truppen in Mittelschwaben aufgenommen. Die Stadt Krumbach wurde am 27. April 1945 quasi im Handstreich besetzt. Wayne Bichel war danach mehrere Male bei der Familie Hilber zu Gast. Dank Zutaten aus der US-Truppenküche „zauberten“ die Hilbers sogar eine Torte mit „Amistern aus Puderzucker“.
Der Verband bittet die Bundesbahn um Hilfe, weil zu wenig Fahrzeuge vorhanden sind, um die Linien zu bedienen. Die Rückgewinnung dieser Linien kostet den Seniorchef Josef Brandner jahrelang enorme Bemühungen und konnte erst 1992 abgeschlossen werden.
Der lokale Warenverkehr
Brandner stellt die Versorgung her
Nach dem Krieg sind zunächst Fernstraßen durch gesprengte Brücken nicht befahrbar. Es herrscht ein großer Mangel an Treibstoff und Reifen. Um die Bevölkerung zu Aufbauarbeiten befördern zu können, genießt der Nahverkehr Priorität.
1948 kann die Familie Brandner in den Betrieb zurückkehren. Der Aufbau der Firma beginnt von vorn. Die Amerikaner helfen bei der Instandsetzung der Infrastruktur. Der zivile Warenverkehr beginnt wieder zu wachsen.
Josef Brander (Jahrgang 1901) richtet den Gütertransport neu aus. Dabei konzentriert er sich auf die Bereiche Baustellenfahrzeuge, Viehtransporte und Mineralöl-Transporte.
Beim Bau der neuen Groß-Raffinerie in Ingolstadt werden etliche Dreiseiten-Kipper von Fa. Brandner eingesetzt. Zum Einsatz kommen Fahrzeuge von Magirus-Deutz (Rundhauber) und Mercedes-Benz (Eckhauber).
Der Bedarf an Kohle geht allmählich zurück. Heizöl tritt die Nachfolge an. Die Firma Brandner kauft 1963 einen modernen Sattelauflieger mit einer Zugmaschine von Mercedes-Benz und kurzem Fahrerhaus (Typ 1620). Der Auflieger hat ein Fassungsvermögen von stolzen 30.000 Liter. Er bedient viele Jahre die Gewerbekunden.
1963 Ende des Güternahverkehrs
1969 Aufgabe Güterfernverkehr
Die Familie Brandner konzentriert sich fortan auf das Busgeschäft. 1969 wird in Thannhausen eine Tankstelle mit Pflegestation in der Bahnhofstraße 53 eröffnet.
Der Wirtschaftsaufschwung
Das Reisefieber beginnt
Nach der Währungsreform geht es aufwärts. Durch die entbehrungsreichen Kriegsjahre ist das Bedürfnis nach schönen Erlebnissen groß. Auf der Tagesordnung sind Betriebsausflüge in die Umgebung. Und auch erste Ausflugsfahrten ins benachbarte Ausland. Dazu erhält die Firma Brandner 1951 die „Konzession für Omnibusfahrten in das Ausland“.
Mit steigendem Wohlstand beginnt ab Mitte der 1950er-Jahren das Reisefieber. Mangels eigenen Autos sind die immer bequemeren Reisebusse für die meisten Menschen erste Wahl. Im Jahr 1960 findet die erste mehrwöchige Reise in die Türkei statt – damals noch echtes Abenteuer. Damit zählt die Familie Brandner zu den Pionieren der Fernreisen.
Betriebsausflüge (1950 bis 1960) für die Fleischwerke Zimmermann Thannhausen mit damals 300 Mitarbeitern. Mit 20 Omnibussen, teilweise angemietet, nach Lindau, Bodensee, Bregenz, Füssen, Garmisch
Josef Brandner knüpft erste Kontakte zu Werner Kubsch von Studiosus Reisen. Sie planen eine große Kulturreise in die Türkei. 4 Wochen. 10.000km. Damals gab es noch keine Fährschiffe, sodass der Bus mit einem Ladekran an Bord gehievt werden musste.
Es erfolgt eine große Europa-Rundfahrt für englische Katholiken. Die Gäste werden am Flughafen in Basel noch direkt auf dem Vorfeld abgeholt. Die Reise mit dem modernen Aufbau von Firma Vetter geht über Assisi, Venedig, Oberammergau, zu den Festspielen in Oberammergau.
Der Linienverkehr
Erfolg auf der ganzen Linie
Die damals modernen Omnibusse hatten noch keine Servolenkung, und Bremskraftverstärker. Auch Zwischengas war beim Schaltvorgang noch notwendig. Zeitzeuge Josef Brandner erinnert sich: „Ende der 1950er-Jahre habe ich beim Schülerverkehr oft selbst hinterm Steuer gesessen. Damals hatten die Busse noch keine Servolenkung. Bei der Fahrt durch die kurvenreiche Innenstadt von Krumbach mussten Schüler mir helfen, um den mit 80 Personen beladenen Omnibus um die starken Kurven in der Innenstadt von Krumbach zu bringen. Sie halfen mir, das Lenkrad zu drehen, weil ich das allein bei der langsamen Geschwindigkeit nicht schaffte.“
Linienverkehr – Entwicklung
1950 starke Steigerung des Linienverkehrs
1955 Entfall Umkreisbeschränkung im Gelegenheits- Mietwagenverkehr
1962 Berufsverkehr für Fleischwerke Zimmermann Thannhausen Realschullinie Gessertshausen- Thannhausen
1964 Zweite Realschullinie
1968 Schülerlinie für Schulverband Usterbach
Berufsverkehr von SEL Ziemetshausen
1970 Erweiterung Schülerlinien
Auf Erfolgstour
Übernahme von Mitbewerbern
Nach der schnellen Entwicklung im Omnibusgewerbe folgen Jahre der Konsolidierung – nicht zuletzt ausgelöst durch den mit wachsendem Wohlstand immer stärker werdenden Individualverkehr.
1950 existieren im Bereich Allgäu/Bayerisch-Schwaben noch mehr als 150 Omnibus-Betriebe. Der Verdrängungswettbewerb ist jedoch unaufhaltsam. Viele kleinere Familienunternehmen finden keinen Nachfolger, verkaufen den Betrieb und die dazugehörigen Konzessionen. Familie Brandner schaut zuversichtlich in die Zukunft und übernimmt zahlreiche Betriebe.
1976 vereinen sich die Firmen Brandner, Brugner, Schapfl unter der Dachmarke von BBS. Die heutige Unternehmensgruppe „BBS Brandner Bus Schwaben“ entstand durch Zukauf von 11 weiteren Verkehrsunternehmen als auch durch organisches Wachstum im Wettbewerb am Markt.
Am 31.12.1963 scheidet Karl Brandner aus der o.H.G. aus. Er betreibt fortan sein eigenes Unternehmen und übernimmt unter anderem die Busfirma Schenk.
Reisebusflotte Brandner
Anzeige der Fa. Rietzler
Josef Brandner knüpft erste Kontakte zu Werner Kubsch von Studiosus Reisen. Sie planen eine große Kulturreise in die Türkei. 4 Wochen. 10.000km. Damals gab es noch keine Fährschiffe, sodass der Bus mit einem Ladekran an Bord gehievt werden musste.
Busreisen werden komfortabel
Reisen in ferne Länder
Der Tourismus steckt noch in den Kinderschuhen. Es gibt keine EWG und EU! Reisen in den 1970er bedeutet noch: Benzingutscheine, Visa für alle Reisegäste, aufwändige Zollformalitäten und die Reiseziele kennen noch keine Touristen
Linienverkehr
Der Weg zum modernen ÖPNV
Die Familie Brandner baut den (öffentlichen) Personennahverkehr konsequent aus. Das erste Niederflurfahrzeug setzt BBS Brandner bereits in den 1980er-Jahren ein. Heute ist die Mehrzahl der Fahrzeuge mit niedrigem Einstieg ausgestattet: Das erhöht die Sicherheit aller Fahrgäste und verkürzt die Aufenthalte an den Haltestellen.
Durch die fast flächendeckende Einführung von Verkehrsverbünden haben sich die Rahmenbedingungen in den letzten Jahren stark geändert.
Die Bedürfnisse der Kunden rücken immer mehr in den Mittelpunkt. BBS Brandner bietet Nahverkehr auf hohem Niveau. Mit kreativen Konzepten und neuen Ideen bekommt das Unternehmen zahlreiche überregionale Auszeichnungen. Damit zählt BBS Brandner zu den innovativsten Unternehmen in ganz Bayern.
Gründung und Betriebsaufnahme des VVM: Verkehrsverbund Mittelschwaben Betriebsaufnahme VVM am 22.04.1996. V.l.n.r. Landrat Dr. Hermann Haisch, Landrat und Bezirkstagspräsident Dr. Georg Simnacher, 1. Bürgermeister Georg Winkler, Ralph André, RBA Regionalbus Augsburg, Josef Brandner (Jahrgang 1962).
Das von Josef Brandner (1962) gesamtverantwortlich umgesetzte RBL (rechnergestütztes Betriebsleitsystem) nimmt bei BBS und zahlreichen Betrieben in Schwaben und Oberbayern den Betrieb auf.
1. DIN ISO 9009:2008
2. Sicherer Busbetrieb
3. Sicherer Behinderten- und Krankentransport
ISO Zertifizierung: „sicherer Busbetrieb“ und „sicherer Behinderten- und Krankentransport“
DFI Ursberg und Ottobeuren: Wissen, wann mein Bus kommt. Einführung der dynamischen Fahrgastinformation: Wichtige Haltestellen erhalten Anzeigen über die realen Abfahrtszeiten
Wiedervereinigung der beiden Firmen von Josef und Karl Brandner Schaffung zu einer neuen Holding-Struktur unter dem Dach der Brandner KG.
Strategische Weichenstellung
Doch Tradition allein reicht nicht aus, um die Zukunft zu gestalten. Deshalb haben wir im März 2022 eine wegweisende Entscheidung getroffen: den konsequenten Umstieg auf batterie-elektrische Fahrzeuge.
Warum? Weil wir überzeugt sind, dass nachhaltige Mobilität nicht nur ein Trend ist, sondern eine Verpflichtung gegenüber kommenden Generationen.
Heute – nur wenige Jahre später – können wir sagen: Wir sind auf dem richtigen Weg. Es sind bereits mehrere elektrische Großbusse und Kleinbusse im Einsatz.
Und wir gehen noch weiter: Zusätzlich zu unserer bestehenden Flotte verfügen wir über weitere Kleinbusse, von denen einige ebenfalls batterie-elektrisch betrieben werden.
Insgesamt sind das über 100 Fahrzeuge, die leise, emissionsfrei und zukunftsorientiert unterwegs sind. Damit setzen wir ein deutliches Zeichen für den Ausbau nachhaltiger Mobilität auch im kleinteiligen Schülerverkehr und schaffen die Grundlage für eine flächendeckende, klimafreundliche Beförderung.
Herausforderungen
und Chancen
Natürlich war dieser Weg nicht einfach. Wir mussten in Ladeinfrastruktur investieren, unsere Mitarbeitenden schulen und neue Prozesse etablieren. Aber jede Herausforderung ist auch eine Chance – und wir haben sie genutzt.
Mit BBS profitieren
Vorteile
Vorteile für Umwelt und Fahrgäste
Unsere Fahrgäste profitieren von mehr Komfort, weniger Lärm und einem modernen Fahrerlebnis. Die Umwelt profitiert von deutlich reduzierten CO₂-Emissionen. Und wir alle profitieren von dem guten Gefühl, einen Beitrag zur Energiewende zu leisten.
Vorteile für unsere Aufgabenträger, die Landkreise, kreisfreien Städte und Kommunen
Elektrobusse leisten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und verbessern die Luftqualität sowie die Lebensqualität in Städten und Gemeinden.
Ihr Einsatz stärkt das moderne, nachhaltige Image der Region und fördert lokale Innovationen durch Kooperationen mit Energie- und Infrastrukturpartnern.
Langfristig profitieren Kommunen von geringeren Betriebskosten und stabilen Energiekosten, was die Haushaltsplanung erleichtert.
Ein attraktiver, umweltfreundlicher ÖPNV erhöht die Akzeptanz und unterstützt die Verkehrswende. So gestalten Landkreise und Städte gemeinsam eine lebenswerte, zukunftsfähige Mobilität.
Seit 1926
Persönliche Botschaft
Das 100-jährige Jubiläum ist für uns nicht nur ein Rückblick, sondern ein Aufbruch. Wir verbinden Tradition mit Innovation. Wir bleiben verlässlich – und wir gehen mutig voran.
Unser Slogan bringt es auf den Punkt:
„100 Jahre unterwegs – elektrisch in die Zukunft.“
Vielen Dank für Ihr Vertrauen, Ihre Unterstützung und Ihre Begleitung auf diesem Weg. Auf die nächsten 100 Jahre – nachhaltig, innovativ und gemeinsam.
Josef Brandner
Josef Brandner gründet die erste Kohlenhandlung im Bezirk. Mit Pferdefuhrwerken liefert er Kohlen vom Bahnhof Jettingen in die umliegenden Dörfer und Betriebe. Kohle war wichtiger Brennstoff für die Schmieden, Bäckereien, Brauereien und Gerbereien. Das Geschäft floriert. Josef Brandner hat 3 Fuhrwerke im Einsatz.
Der Bedarf an individueller Personenbeförderung kommt auf. Befördert werden vor allem Geschäftsleute, wie z. B. Handelsvertreter, die am Bahnhof abgeholt und direkt zu ihren ländlichen Kunden gefahren werden. Die Reisen mit den Ein- und Zweispännern dauern oft mehrere Tage. Das Geschäft läuft gut. Josef Brandner baut seine Flotte an Pferdekutschen der Reihe nach aus. Mit den damals modernen Landauer-Viktoriawagen und schicken Berner-Wagen.
Das Geschäft floriert. Josef Brandner kauft weitere schicke, motorisierte Wagen. Der Grundstein für das moderne Transportunternehmen ist gelegt.

Josef Brandner beweist Pioniergeist und setzt früh auf die neue Technik. 1926 kauft er für den Liniendienst von Thannhausen nach Kirchheim einen neuen MAGIRUS Bus mit 16 Sitzplätzen. Für die Bevölkerung werden größere Distanzen überwindbar. Die ersten „Pendler“ sind zu den Städten unterwegs.

„Lustfahrten für Gesellschaften“: 1929 erhält Brandner die Konzession für den Mietwagenverkehr und Ausflugsfahrten durch den Bezirk Schwaben.
Kriegsjahre in Krumbach und Thannhausen: Nach der Mobilmachung werden Soldaten einberufen. Es heißt Abschied zu nehmen. Viele werden nicht mehr in die Heimat zurückkehren.
Der Krieg zeigt seine Auswirkung. Treibstoff ist knapp. Ab 1940 darf Josef Brandner keine Ausflugsfahrten mehr machen. Der Linienverkehr nach Augsburg wird aufrechterhalten.
Der Verband bittet die Bundesbahn um Hilfe, weil zu wenig Fahrzeuge vorhanden sind, um die Linien zu bedienen. Die Rückgewinnung dieser Linien kostet den Seniorchef Josef Brandner jahrelang enorme Bemühungen und konnte erst 1992 abgeschlossen werden.

Der Betrieb wird unter „Brandners Omnibusverkehr und Lasttransporte o.H.G. Thannhausen“ ins Register in Memmingen eingetragen. Mit dem Vermerk, dass die Gesellschaft bereits am 1.1.39 begonnen wurde. Brandner erhält die Konzession für Bezirksgüterverkehr im Umkreis von 150km. Er transportiert lebenswichtige Rohstoffe und investiert dabei in moderne Fahrzeuge: Kipper, Viehtransporter, Tankfahrzeuge.

Betriebsausflüge (1950 bis 1960) für die Fleischwerke Zimmermann Thannhausen mit damals 300 Mitarbeitern. Mit 20 Omnibussen, teilweise angemietet, nach Lindau, Bodensee, Bregenz, Füssen, Garmisch.


Die Familie Brandner konzentriert sich fortan auf das Busgeschäft. 1969 wird in Thannhausen eine Tankstelle mit Pflegestation in der Bahnhofstraße 53 eröffnet.

Erwerb der Firma Schapfl in der Robert-Steiger Straße 48 in Krumbach.
Ottobeuren.
2. Bauabschnitt des eigenen Betriebshofes.

Erwerb der Firma Brugner in Wiesenbach und Gründung der Vereinigte Reisebüros Brandner, Brugner, Schapfl.
Umzug zum neuen, großen Betriebsgelände in die Hans-Lingl-Straße 1 in Krumbach.

Umfirmierung der in BBS-Reisen und weiterer Ausbau der Reisebüros und der Reiseveranstaltung.
Gründung der BBS Brandner Bus Schwaben Verkehrs GmbH.
Mitgründung des VVM Verkehrsverbund Mittelschwaben.

Beginn der Kooperation mit LEGOLAND Deutschland (bis 2009) und Aufbau des Destination Managements LEGOLAND Tours, Führung und Vermarktung der regionalen Hotelkooperation.
Kauf von Omnibus Bettighofer Günzburg.

Low-Entry Fahrzeuge erleichtern den Ein- und Ausstieg für alle Fahrgäste.

BBS Brandner wird mehrfach zertifizierter Busbetrieb: nach der DIN ISO 9001:2008 und Sichere Personenbeförderung.
Inbetriebnahme der Mobilitätsdrehscheibe in Günzburg am Bahnhof mit Busterminal, Parkdeck, Busbetriebshof und Werkstatt.
Start des ersten fahrplanlosen Flächenverkehrs mit dem FLEXIBUS in Krumbach.
Als erstes Busunternehmen erhält BBS Brandner den Bayerischen ÖPNV Preis von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft BEG.
Landkreisweite Umsetzung des FLEXIBUS im Landkreis Günzburg.

Wiedervereinigung der beiden Firmen von Josef und Karl Brandner, Schaffung einer neuen Holding-Struktur unter dem Dach der Brandner KG.
Weitere Fokussierung auf die Erbringung von Mobilitätsleistungen, Verkauf der Reisebüros und Einstellung der Katalogfahrten.
Weitere Expansion in den Illerwinkel durch Übernahme des Linienbusverkehrs der Fa. Kink, Legau.

Aufbau des landkreisweiten FLEXIBUS im Landkreis Unterallgäu.
Kauf der Fa. Karl Oster in Weißenhorn und weiterer Ausbau im Landkreis Neu-Ulm.
Machbarkeitsstudie zum Einsatz von batterie-elektrisch oder wasserstoff-betriebenen Omnibussen.
Einsatz der ersten 12 batterie-elektrisch betriebenen Flexibusse Aufbau der Ladeinfrastruktur an allen 6 Busdepots. Gründung der Brandner Kleinbus KG und Integration aller Kleinbus-Leistungen unter einheitlicher Leitung.
Betriebsaufnahme des Stadtverkehr Memmingen mit batterie-elektrischen Fahrzeugen und weiterer Ausbau des E-Bus Bestandes sowie Inbetriebnahme unserer Freiflächen-PV-Anlage auf ca. 8,8 ha.

Aufbau und Errichtung unserer zentralen Betriebssteuerung für den E-Bus-Betrieb.
Weitere Digitalisierung unseres Unternehmens durch Installation eines Depotmanagement-System mit Lade-/Lastmanagement zum optimalen Betrieb der Busse.
Neustrukturierung in der Geschäftsführung
Im Zuge der Weiterentwicklung der Unternehmensbereiche wird die Geschäftsführung neu aufgestellt:
Frau Duile übernimmt den Bereich Kleinbus, während Herr Beck die Bereiche Großbus und Flexibus verantwortet.
Wir sind gerne für Sie da
Sie haben Fragen?
Gerne sind wir persönlich für Sie da. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail – wir helfen Ihnen schnell und unkompliziert weiter.
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